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Anforderungen an die Fahrerlaubnis (REQ-MOV) ​

Umgesetzt in crates/railit-movement, die Zugbeeinflussung im Simulator in crates/railit-sim. Nachweise in crates/railit-movement/tests/aspects.rs, crates/railit-sim/tests/sim.rs und in den Szenarien 08, 16, 17 und 26.

IDAnforderungGefährdungNachweis
REQ-MOV-001Signalbilder richten sich nach dem Signalsystem: Ks (Hp0, Ks1, Ks1 blinkend, Ks2, Zs3, Zs3v) und H/V (Hp0, Hp1, Hp2, Vr0, Vr1, Vr2, Zs3). Eine Geschwindigkeitsbeschränkung der Fahrstraße wird am Startsignal angezeigt (Zs3 bzw. Hp2) und am vorherigen Signal angekündigt (Zs3v bzw. Vr2).H-002, H-009ks_diverging_entry_shows_zs3_and_is_announced, hv_diverging_is_hp2_and_vr2, hv_combined_and_distant
REQ-MOV-002Ein Hauptsignal zeigt einen Fahrtbegriff genau dann, wenn der Kern Fahrt befohlen hat. Ein Vorsignal oder Vorsignalschirm kündigt Fahrt nur an, wenn das nächste Hauptsignal Fahrt zeigt; an Netzgrenze und Prellbock wird Halt erwartet.H-009Property-Test pictures_are_consistent, signal_drop_turns_announcement_back
REQ-MOV-003Das Ersatzsignal erscheint im Signalbild nur, wenn der Kern es eingeschaltet hat (REQ-IXL-015). Die Signalbilder sind Anzeige; sie können keine Fahrt erlauben, die der Kern nicht erlaubt.H-009Architektur: railit-movement liest den Kernzustand nur; display_of_dark_and_substitute
REQ-MOV-004Für ETCS Level 2 folgt die Fahrerlaubnis (Movement Authority) als reine Funktion aus Plan und Kernzustand: ab einem Signal bzw. einer ETCS-Halt-Tafel entlang der Kette aufeinanderfolgender Fahrstraßen, deren Startsignal Fahrt befohlen hat, bis zum Ende der Fahrerlaubnis (EoA) am Zielsignal, an Netzgrenze, Prellbock oder Bereichsgrenze. Der Gefahrpunkt liegt am Ende des Durchrutschwegs; das statische Geschwindigkeitsprofil folgt aus den Fahrstraßen. Ersatzsignal und Fahrten ohne Fahrstraße ergeben keine Fahrerlaubnis; jede Rücknahme der Fahrt verkürzt sie sofort.H-001, H-002, H-009etcs_authority_follows_the_routes_with_proceed, etcs_authority_carries_speed_and_survives_passing
REQ-MOV-007Punktförmige Zugbeeinflussung PZB 90 im Simulator: Gleismagnete wirken nach dem gemeldeten Signalbegriff – 2000 Hz am Hauptsignal, solange es Halt zeigt (ohne Ersatzsignal); 1000 Hz am Vorsignal bzw. Mehrabschnittssignal mit Fahrt, solange das angekündigte Hauptsignal Halt zeigt (über die aktuellen Weichenlagen gesucht); 500 Hz 250 m vor einem Halt zeigenden Hauptsignal. Ein Zug mit PZB, dessen Triebfahrzeugführer Halt missachtet, wird zwangsgebremst: am 2000-Hz-Magneten immer; nach dem 1000-Hz-Magneten ohne Wachsamkeitstaste nach 4 s und wenn er die Kurve der Zugart überschreitet (O: 165 → 85 km/h in 23 s, M: 125 → 70 km/h in 29 s, U: 105 → 55 km/h in 38 s, über 1250 m); am 500-Hz-Magneten über der Prüfgeschwindigkeit (65/50/40 km/h) und danach über der Kurve auf 45/35/25 km/h in 153 m. Er steht nach dem Bremsweg v²/2a still. Ein Zug, dessen Triebfahrzeugführer die Signale beachtet, wird nie gebremst. So lässt sich prüfen, ob Durchrutschwege und Schutzstrecken für Haltüberfahrungen ausreichen.H-009pzb_2000_hz_brakes_at_a_stop_signal, pzb_500_hz_stops_before_the_announced_signal, pzb_90_supervision, Szenario 26

Lizenz: NCSL v1.0 · Nicht zugelassen für den realen Bahnbetrieb.