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Anforderungen an die Betriebsführung (REQ-OPS) ​

Umgesetzt in crates/railit-ops und eingebunden über railit-runtime (Runtime::enable_ops). Nachweise in crates/railit-ops/tests/ops.rs, in den Szenarien 14 und 15 und in apps/railitd/tests/api.rs.

Die Betriebsführung ist nicht sicherheitsrelevant: Sie stellt dieselben Anforderungen wie ein Bediener (Fahrstraße einstellen, Erlaubnis anfordern); jede Anforderung prüft der Kern (REQ-SVC-002). Eine Fehlentscheidung kann den Betrieb verzögern, aber keinen Zug gefährden.

IDAnforderungGefährdungNachweis
REQ-OPS-001Zugnummernmeldung: Eine Zugnummer steht an einem Hauptsignal. Fährt ein Zug in eine Fahrstraße ein, wandert die Nummer an deren Zielsignal; an einer Bereichsgrenze an das Einfahrsignal des Nachbarn, an einer Netzgrenze verlässt sie das Netz. Ankunft und Abfahrt an Halten werden mit Verspätung gemeldet.H-013train_numbers_follow_the_routes, Szenario 14
REQ-OPS-002Ein Fahrplan wird vor dem Betrieb gegen das Netz geprüft: Zugnummern eindeutig, Betriebsstellen, Bahnsteiggleise und Einsetzsignale vorhanden, Zeiten aufsteigend.H-013timetable_is_validated_against_the_network, times_are_parsed_and_formatted
REQ-OPS-003Zuglenkung: Für einen Zug mit Fahrplan wird die erste Fahrstraße des kürzesten Weges zum nächsten Halt angefordert, auch über Bereichsgrenzen; für die Grenzen auf diesem Weg werden die Erlaubnisse angefordert. An einem Halt fährt der Zug frühestens zur Abfahrtszeit und nach der Mindesthaltezeit ab. Nicht ausgeführte Anforderungen werden nach einer Wartezeit wiederholt.H-013ars_departs_on_time_and_requests_permissions, ars_waits_for_permission_and_follows_platform_changes, Szenario 14
REQ-OPS-004Selbstblock: Steht eine Zugnummer an einem Selbstblocksignal, wird die Fahrstraße ab diesem Signal angefordert – auch ohne Fahrplan und Zuglenkung.H-013auto_signals_clear_for_any_described_train
REQ-OPS-005Disposition: Ein Zug kann zurückgehalten und freigegeben werden, sein nächster Halt an einer Betriebsstelle an ein anderes Gleis gelegt und eine zusätzliche Wartezeit verfügt werden – auch bevor er eingesetzt ist.H-013ars_waits_for_permission_and_follows_platform_changes, Szenario 15, timetable_and_dispatching_over_api
REQ-OPS-006Betriebsführung über Prozessgrenzen (Stellbereiche in getrennten Prozessen, REQ-COM-010): Jeder Prozess kennt den Fahrstraßengraphen des ganzen Netzes, setzt aber nur Züge ein, deren Einsetzsignal in einem eigenen Bereich liegt, nimmt Zugnummern nur an eigenen Signalen an und fordert nur Fahrstraßen und Erlaubnisse eigener Bereiche an. Führt der Weg eines Zuges in einen Bereich eines anderen Prozesses, meldet die Zuglenkung ihn dort über SCI-ILS vor (Zugvormeldung); der Nachbar fordert daraufhin die Erlaubnisse auf seinem Teil des Weges an. Fährt der Zug in die Fahrstraße über die Grenze ein, übergibt sie Zugnummer, nächsten Halt, Verspätung und verfügte Wartezeit (Zugübergabe); der Nachbar trägt die Nummer am Einfahrsignal der Grenze ein und lenkt weiter. Nachrichten bei unterbrochener Verbindung warten, bis sie wieder steht. Nach der Übernahme durch einen Bereitschaftsrechner werden Züge, deren Einsetzzeit vorbei ist, nicht noch einmal eingesetzt.H-013trains_are_handed_over_eastwards, trains_are_handed_over_westwards, handover_telegram_roundtrip, handover_waits_for_the_link, only_local_trains_are_spawned_and_described, takeover_does_not_spawn_running_trains_again, Fuzz-Ziel sci_ils
REQ-OPS-007Der Bereitschaftsrechner holt laufend den übertragbaren Zustand der Betriebsführung des Hauptrechners (Zugnummern, Fahrplanlage, Disposition, Vormeldungen, Zuglenkung) und setzt ihn bei der Übernahme ein, sofern er zum selben Fahrplan gehört. Nummern an unbekannten Signalen werden verworfen; offene Anforderungen beginnen neu.H-013, H-017ops_state_moves_to_another_computer, standby_takes_over_with_the_followed_state

Lizenz: NCSL v1.0 · Nicht zugelassen für den realen Bahnbetrieb.